Charles Dickens, der mit Meisterwerken wie ‘Oliver Twist’, ‘Große Erwartungen’ und ‘Eine Weihnachtsgeschichte’ als der größte Romancier des viktorianischen Zeitalters gilt. Wissen Sie, wo seine vielschichtigen Charaktere und komplexen Handlungen entstanden? Das Geheimnis lag in seiner Routine, jeden Nachmittag ‘3 Stunden zu gehen’. Nach dem Schreiben von 9 bis 14 Uhr ging Dickens nach draußen. Er ging drei Stunden lang stramm etwa 16–19 km weit. Gehend ordnete er seine Gedanken. Heute stellt BuildSelf die gehirnwissenschaftlichen Prinzipien hinter Dickens’ Gehroutine vor.
Historischer & Wissenschaftlicher Beleg
Dieser Inhalt basiert auf John Forsters 'The Life of Charles Dickens' & Frontiers in Human Neuroscience.
1. Katalysator für divergentes Denken: Die Neurowissenschaft des reizfreien Gehens
Studien zufolge fördert das Gehen in einem steten Rhythmus die Ausschüttung des BDNF und verbessert die Durchblutung des Gehirns, was die kognitive Leistung und das divergente Denken anregt. Dies aktiviert die Kreativität durch Verknüpfung neuer Ideen. Insbesondere das Gehen ohne Kopfhörer oder Blick auf das Smartphone aktiviert das DMN des Gehirns. Wenn das Gehirn schweift, ordnet das DMN Erinnerungen im Unterbewusstsein neu und erzeugt Heureka-Momente. Nachmittägliche Spaziergänge bauen die kognitive Müdigkeit des Morgens ab.
2. Praktische 3-Schritte-Routine für den Alltag
Nachmittägliche reizfreie Gehzeit einplanen
Reservieren Sie zwischen 14 und 16 Uhr, wenn Konzentration nachlässt, etwa 30 bis 60 Minuten Gehzeit. Ziehen Sie bequeme Schuhe an und gehen Sie nach draußen.
Smartphones und Audio-Reize ausschalten
Lassen Sie das Smartphone in der Tasche. Vermeiden Sie verbale Informationen wie Musik, Podcasts oder Nachrichten, um ein sensorisches Vakuum zu schaffen, damit sich das Gehirn erholen kann.
Kontemplatives Gehen und sofortiges Notieren von Ideen
Konzentrieren sich auf den Rhythmus Ihrer Schritte und betrachten Sie die Landschaft. Wenn durch das DMN Lösungen oder Ideen entstehen, notieren Sie Stichpunkte schnell in einem Notizbuch oder einer Sprach-App.
3. Ein gehirnwissenschaftlicher Ratschlag für eine erfolgreiche Routine
Kreativität entsteht, wenn das Gehirn ruht. Das ständige Aufnehmen von Informationen ohne Pause führt nur zu kognitiver Überlastung. Schalten Sie äußere Reize aus und gehen Sie spazieren, auch wenn es nur kurz ist. Neue Ideen werden den freien Raum im Gehirn von selbst füllen.
📌 Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Sollte ich beim Gehen keine Musik hören? ▼
Musik oder verbale Informationen regen das Gehirn zur Analyse an und behindern die DMN-Aktivierung. Für vollständige Erholung und Kreativität ist es am besten, sich ohne Kopfhörer auf Umgebungsgeräusche zu konzentrieren.