“Ich esse zu Abend, spiele eine Partie Backgammon, unterhalte mich und bin vergnügt mit meinen Freunden. Wenn ich nach drei oder vier Stunden Vergnügen zu meinen Spekulationen zurückkehre, erscheinen sie mir so kalt und lächerlich…” 🎱
David Hume (1711–1776) war die Symbolfigur der schottischen Aufklärung, dessen Skepsis Immanuel Kant aus seinem ‘dogmatischen Schlummer’ weckte und die moderne Kognitionswissenschaft vorbereitete. Beim Verfassen seines Werkes Ein Traktat über die menschliche Natur (1739) stieß Hume an die Grenzen geistiger Belastbarkeit. Wie bewahrte er seine sprichwörtliche Heiterkeit?
Hume pflegte ein konsequentes Feierabend-Ritual. Jeden Nachmittag schloss er die Tür seines Arbeitszimmers und suchte die Gesellschaft in den Salons und Gaststätten von Edinburgh. Er speiste mit Freunden, spielte Backgammon, Schach oder Billard und führte leichte Gespräche. Im ersten Buch seines Traktats beschrieb er diese abendliche Geselligkeit als Heilmittel gegen geistige Erschöpfung. Der Austausch mit anderen baute Stress im präfrontalen Kortex ab.
Im heutigen Beitrag untersuchen wir die Neurowissenschaften hinter David Humes ‘sozialer Reset-Routine’ und bieten eine 3-Schritte-Anleitung zur kognitiven Entlastung.
Historischer & Wissenschaftlicher Beleg
Dieser Inhalt basiert auf Historische Überprüfung aus David Humes *Ein Traktat über die menschliche Natur* (1739), Autobiografie *Mein Leben* & Forschung der kognitiven Neurowissenschaften.
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1. Ausschüttung von Oxytocin und Serotonin: Entlastung des präfrontalen Kortex
Wer nach der Erschöpfung des präfrontalen Kortex am Abend weiter an Problemen grübelt, versetzt das Nervensystem in Dauerstress. Freudige soziale Kontakte beim Abendessen stimulieren die Ausschüttung von Serotonin und Oxytocin, was die Stresssignale der Amygdala dämpft. Spiele wie Schach oder Backgammon aktivieren zudem das Default Mode Network (DMN), was das Gehirn entlastet und die exekutiven Funktionen für den nächsten Tag stärkt.
2. Praktische 3-Schritte-Routine für den Alltag
Schritt 1: Abendlicher Arbeitsabschluss & Digitale Trennung
Schließen Sie ab einer bestimmten Uhrzeit (z. B. 19:00 Uhr) alle Arbeitsanwendungen und Benachrichtigungen, um den Geist auf Erholung einzustellen.
Schritt 2: Geselliges Abendessen & leichtes Brettspiel oder Unterhaltung
Verbringen Sie das Abendessen mit Familie oder Freunden. Führen Sie leichte Gespräche oder spielen Sie eine Partie Schach, Backgammon oder Karten – mit Freude am Spiel statt Siegesehrgeiz.
Schritt 3: Empathischer Austausch & Vollkommene Entspannung des Nervensystems
Lächeln Sie, hören Sie den Geschichten anderer aufmerksam zu. Dieser freundschaftliche Austausch regt Oxytocin und Serotonin an und baut Tagesstress ab.
3. Vorsichtsmaßnahme: Berufliche Diskussionen und politische Debatten beim Feierabend ausschließen
Der Zweck von Humes abendlicher Geselligkeit ist emotionale Entlastung. Wer beim Abendessen schwierige Verhandlungen führt oder hitzige Debatten anstellt, belastet den präfrontalen Kortex erneut. Humor, Anekdoten und entspannte Spiele sind der Schlüssel zur kognitiven Erholung.
📌 Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was tun, wenn man abends alleine ist oder niemanden persönlich treffen kann? ▼
Telefonate mit Freunden oder entspannte Online-Gemeinschaftsspiele sind gute Alternativen. Entscheidend ist der freundschaftliche Austausch ohne Leistungsdruck. Das passive Scrollen durch Social-Media-Feeds sollte vermieden werden, da es das Gehirn belastet.
Kann man Schach durch andere Brettspiele, Kartenspiele oder Freizeitspiele ersetzen? ▼
Ja, absolut! Hume wählte Backgammon und Schach, weil es im 18. Jahrhundert beliebte Gesellschaftsspiele waren. Jedes regelbasierte Spiel (Brettspiele, Kartenspiele), das Freude bereitet, lenkt die Aufmerksamkeit ab und entspannt das Gehirn. Freude steht vor Ehrgeiz.















